“Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Das erfährt derzeit auch Roger Martin Buergel, der einen Riesenhaufen Kunst, 1001 Chinesen und ein Reisfeld nach Kassel geholt hat und den Kram jetzt erklären muß, weil er leichtfertig “Dialog mit den Besuchern” in sein Ausstellungskonzept geschrieben hat. Keine leichte Aufgabe, nicht einmal für einen kampferprobten Diskursritter wie Buergel.
Um den Kurator der documenta 12 ein wenig zu entlasten, haben wir viele seiner brisanten Einlassungen (“ein Möglichkeitsraum, der nach Akteuren sucht”) gesammelt und katalogisiert. Den Buergelschen Zitatenschatz vom “weichen Raum”, “Migration der Form” und anderes Schwerschwadronatentum haben wir dann mit renommiertem Kunstfeuilleton aufgefüllt und kräftig durchgeschüttelt. In den EXOT-Laboratorien haben Wissenschaftler daraus die völlig neuartige “Buergelmaschine” kreiert.
Mit “Buergelmaschine” lässt sich im Handumdrehen jegliche Kunst erklären. Ohne lästige Wartezeiten und ohne unangenehmes Hochschulstudium generiert “Buergelmaschine” eine passgenaue Analyse jeden Kunstwerks. Leicht, verständlich und in gerechter Sprache.”
Buergelmaschine sagt über dieses Bild:
Wider alle Erwartungen erlaubt Erion, die in Gewaltakte verstrickten Protagonisten zu konterkarieren und die europäischen Mittelschichten als Abnicken offensichtlicher Unsinnigkeiten aufeinander zu beziehen. Kontext der an Martin Heideggers Programm der Destruktion der Metaphysik anschließenden Arbeit “Mythropolis” ist der Versuch der Moderne.
via